Katzenaids / FIV

17. Dezember 2009

Meine Katze hat FIV – na und?

Leider gibt es immer noch reichlich Vorurteile über FIV. Diese führen oft dazu, dass Katzen mit der Diagnose FIV in Einzelhaft freudlos vor sich hindämmern oder sogar vor Ablauf ihrer eigentlichen Lebensuhr aufgegeben und eingeschläfert werden.

Darum bieten wir hier die Gelegenheit, Euch aufgrund von einigen Fakten und Erfahrungsberichten eine eigene Meinung zu bilden.

Erster Tipp: Beim Stichwort FIV (felines Immundefizienzvirus) oder salopp “Katzenaids” bitte erst einmal gelassen bleiben. Die Diagnose FIV ist “nicht schön” – aber es gibt wesentlich Schlimmeres.

Was ist FIV?
FIV ist quasi bei Katzen das, was beim Menschen HIV ist: Genau wie Aids beim Menschen führt eine FIV-Infektion bei der Katze mit Fortschreiten der Krankheit zu einer zunehmend geschwächten Immunabwehr. Dieser Prozess dauert jedoch in der Regel viele Jahre, bevor er schließlich im Endstadium zum Tod führt – sofern das Endstadium überhaupt eintritt. Eine FIV-Infektion ist nicht heilbar.

Wichtig: Nur der Western-Blot-Test weist FIV relativ sicher nach – der häufig angewendete Schnelltest ist oft falsch positiv.

Wie kann sich eine Katze mit FIV anstecken?
FIV wird hauptsächlich durch Bissverletzungen übertragen. Dies geschieht beim Deckungsakt oder bei Revierkämpfen vor allem unkastrierter Freilaufkater, die somit auch die maßgeblichen FIV-Überträger und auch selbst die häufigsten Opfer der Krankheit sind.

Der einzige andere nachweisliche Übertragungsweg ist von FIV-Mutter zu ihren ungeborenen Kitten. Wobei nicht alle Kitten einer FIV-infizierten Mutter auch FIV-positiv sein müssen. Es ist im Gegenteil sogar möglich, dass eine FIV-Katzenmutter pumperlgesunde Kitten in die Welt setzt. Darum ist es auch wichtig beim FIV-Test für Babykatzen mind. fünf bis sechs Monate zu warten, da sie vorher falsch positiv auf das Immunsystem der Mutter getestet werden könnten.

Hauptsächlicher Übertragungsweg von FIV
Der Virus wird im alltäglichen Katzenzusammenleben über den Speichel übertragen (nicht wie man oft im Internet liest “Blut zu Blut” – außer natürlich bei einer Bluttransfusion. Aber da werden ja wohl hoffentlich die zuständigen Tierärzte vorsorgen).

Für eine Ansteckung muss jedoch der Speichel der infizierten Katze direkt in den Blutkreislauf der noch nicht infizierten Katze gelangen. Zudem müsste sich die infizierte Katze dafür in einem “aktiven” FIV-Krankheitsstadium befinden z.B. zu Beginn der Infektion oder im Endstadium. Somit führen nicht einmal Bisse immer zwingend zu einer Ansteckung.

Da der Virus an der Außenwelt ausgesprochen instabil ist, kann eine Ansteckung über gemeinsame Futter- und Wassernäpfe, Klos und Schlafplätze, sowie gegenseitiges Ablecken nach heutigem Wissen ausgeschlossen werden.

Es gibt auch Studien zu Katzenkolonien, in denen während vieler Jahre einzelne mit FIV infizierte Katzen mit nicht infizierten zusammenlebten, ohne dass es zu weiteren Infektionsfällen kam.

Kurz: In friedlich zusammenlebenden, kastrierten Katzengruppen ist eine Übertragung von FIV noch nicht medizinisch dokumentiert nachgewiesen worden.

Auf Menschen oder andere Tierarten ist FIV nicht übertragbar.

Gibt es eine Impfung gegen FIV?
Nein. In den USA gibt es zwar offenbar einen zugelassenen Impfstoff, doch die Resultate überzeugen bislang nicht. Gemäß tierärztlichen Informationen kann man in absehbarer Zeit nicht auf eine FIV-Impfung hoffen.

Welche Symptome zeigt FIV?
FIV selber zeigt keine Symptome.

Wie ist der Krankheitsverlauf?
Wie bei jeder Krankheit ist der Verlauf auch bei FIV sehr individuell. Bei FIV baut sich das Immunsystem nach und nach über die Jahre immer weiter ab. Es kann – muss aber nicht – ein kritischer Punkt erreicht werden, an dem es anfängt zusammenzubrechen und sogar eigentlich ungefährlichen Krankheitserregern nichts mehr entgegensetzen kann.

FIV-Katzen sind jedoch nicht ihr Leben lang automatisch anfälliger für Krankheiten, sondern können sehr viele Jahre ohne Anzeichen einer Erkrankung unbeschwert leben. Wichtig ist auch, dass nicht jede Erkrankung einfach auf FIV zurückgeführt, sondern wie bei einer FIV-negativen Katze behandelt wird.

FIV-positive Katzen können sehr alt werden und schließlich an was auch immer sterben, das mit FIV gar nichts zu tun hat. FIV ist KEIN Todesurteil.

Ist FIV behandelbar?
Die Meinung der Fachwelt geht hier auseinander. Manche Tierärzte empfehlen bei FIV, das Immunsystem zu unterstützen. Andere raten genau davon dringend ab, da es Hinweise gibt, dass eine Immunstimulation zu einem Fortschreiten der FIV-Infektion führen kann (siehe auch: «Sollen FIV-Katzen geimpft werden?»).

Wichtig: Erkrankt eine FIV-Katze an was auch immer, wird sie bitte genauso behandelt, wie eine FIV-negative Katze. Auf keinen Fall sollte man auf medizinische Therapien verzichten, nur weil eine Katze FIV-positiv ist und das Immunsystem das vermeintlich “sowieso nicht schafft”. Es gibt einige Medikamente (z.B. Cortison), die bei FIV nach Möglichkeit zu vermeiden sind. Ist es jedoch die einzige Option auf Heilung der Erkrankung, sollte man diese nutzen. Gib Deiner Katze wenigstens die Chance.

Sollen FIV-Katzen geimpft werden?
Auch hier teilt sich die Meinung der Fachwelt. Viele Tierärzte, die sich mit dem Thema vertieft befasst haben, empfehlen bei FIV-Katzen auf jeden Fall die Grundimmunisierung – und danach keine weitere Impfungen mehr, sofern sie Wohnungskatzen bleiben. Bei Freigängern ist die Entscheidung etwas kniffliger. Da muss man abwägen, ob die Impfung oder aber das Infektionsrisiko die größere Gefahr für die FIV-Katze darstellt.

FIV-Katze in Freigang?
Generell wird eher empfohlen, FIV-Katzen nicht (mehr) in den Freigang zu lassen. Vorrangig um sie selbst zu schützen. Jede Verletzung und jede Infektion, die ihr im Freigang eher als in der Wohnungshaltung begegnen kann, schwächt die Immunabwehr. Ebenso geht von FIV-Katzen in Wohnungshaltung keine Ansteckungsgefahr für andere Freigänger aus.

Anderseits wissen viele Halter von Freigängern gar nicht, ob ihre Katze FIV-positiv oder -negativ ist (oder wer testet bei jeder Wunde erneut?). Wenn eine Katze Freigang gewohnt ist, kann der Freiheitsentzug und der damit verbundene Stress das Fortschreiten der Immunschwäche vorantreiben. Entscheidet das bitte in Ruhe im Sinne Eures Schützlings und lasst Euch nichts einreden.

Vorbeugung
Hier ist Kastration der Katzen und vor allem der Kater die beste Vorbeugung, dass FIV sich nicht weiter in der Katzenpopulation ausbreitet. FIV-positive Katzen in Käfige zu sperren oder gar einzuschläfern, ist nicht die Lösung um Katzenaids aufzuhalten – dies zerstört nur Schicksale.

Sollte Deine Katze die Diagnose FIV bekommen: Bleib ruhig! Kläre alle offenen Fragen für Deine individuelle Situation (Freigang, Impfung etc.), aber gib Deine Katze bitte auf keinen Fall auf. Sollte Dein Tierarzt das tun, dann gehe bitte zu einem anderen.

Die Autorin dieses Beitrags setzt sich seit (bzw. vor) dem Einzug ihrer ersten FIV-Katze im Jahr 2009 sehr intensiv mit dem Thema FIV auseinander, hat sich Augen, Ohren und Hirn blutig recherchiert (nicht im Internet – sondern im Gespräch mit Tierärzten, FIV-Forschern und langjährigen FIV-Katzenhaltern) und inzwischen sehr viel Erfahrung mit dieser stigmatisierten Krankheit und auch FIV-Katzen gesammelt. Falls ihre ermunternden Erfahrungen mit dieser “Krankheit” Euch interessieren, könnt Ihr das nachlesen unter: https://kamikatzezwerglis.wordpress.com/2013/05/03/fiv-kleiner-uberblick-uber-wichtige-fragen

Falls Ihr Fragen zu Erfahrungen mit FIV habt, könnt ihr diese gern an sie richten: iwon@kamikatze-zwerglis.com

Liebenswerte Nervensäge Namens Schlingel

16. Februar 2019

Alter: ca. 2 Jahre
Geschlecht: männlich / kastriert
Verträglichkeit: Einzeltier
Haltung: Freigang
Gesundheit: geimpft (Schnupfen/Seuche), gechippt, neg. FiV/FelV getestet
Schutzgebühr: 120 Euro

Kater Schlingel (ca. 2 J) wurde bei einer Fangaktion an der Autobahnraststätte Frechen eingefangen. Er ist aber widererwarten nicht scheu sondern absolut das Gegenteil: zahm, zutraulich, sehr schmusig und Menschenbezogen!!!
Manchmal kann er aber etwas nervig sein denn er ist nicht wirklich erzogen. Man könnte auch sagen, er bringt Leben in die Bude. Respekt vor dem menschlichen Essen hat er nicht, alles seins! 🙂 Er nimmt einem auch das Essen aus der Hand, kurz bevor es verspeist wird. Daher sollten keine kleinen Kinder im Haushalt leben.

Tische, Bänke, Ablagen alles muss erklettert und erkundet werden. Auch Türen sind kein echtes Hinderniss die kann er öffnen.

Er wird als Einzeltier mit Freigang vermittelt, Artgenossen braucht er nicht wirklich, er neigt leicht zu Dominanz.
Wer möchte dieser Zuckerschnute ein Zuhause geben?

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Bensberg unter 02234/996484 oder andrea.bensberg (at) katzenschutzbund-koeln.de.

Sascha

16. Februar 2019

Alter: geb. ca. 2016
Geschlecht: männlich / kastriert
Verträglichkeit: Einzeltier
Haltung: Freigang
Gesundheit: geimpft (Schnupfen, Seuche), gechippt, FiV/FelV neg. getestet
Schutzgebühr: 120 Euro

Sascha wurde im Rahmen einer Kastrationsaktion an einer Autobahnraststätte eingefangen. Er war genau so unkastriert wie alle anderen, aber zu unserer Überraschung auch noch zahm.

Er ist ein wunderschöner Kater mit dicken Katerbäckchen und großen, gelben Augen. Auf der Pflegestelle zeigt er sich sehr gemütlich. Er liebt schlafen und kuscheln. Man kann ihn ohne Probleme auf den Arm nehmen und abends liegt er gerne mit auf der Couch und schnarcht leise vor sich hin.
Seine Krallen hat er noch nie eingesetzt, er ist sehr sanftmütig und lieb.

Weil er draußen anscheinend hungern musste, ist ihm sein Fressen sehr wichtig. Da muss man ein wenig aufpassen, damit der Herr nicht zu moppelig wird.
Ansonsten ist er ein absolut unkomplizierter Traumkater, der auch für Katzenanfänger und (vernünftige!) Kinder geeignet wäre.

Trotz aller Gemütlichkeit zeigt Sascha einen Drang nach draußen und sucht daher ein zu Hause mit Freigang in einem entsprechend verkehrsarmen Umfeld.  Artgenossen mag er nicht, deswegen soll er in Einzelhaltung. Seine Menschen sollten auch genügend Zeit für ihn aufbringen können. Außerdem möchte der Schmusekater die Möglichkeit eingeräumt bekommen, sich nachts an seine Menschen kuscheln zu dürfen.

Wenn Sie sich für Sascha interessieren, dann melden Sie sich bitte bei Frau Zörner unter 0177/4695888 (abends) oder martina.zoerner(ät)katzenschutzbund-koeln.de

Einzelprinzessin Maxima

12. Februar 2019

Alter: ca. 2-4 Jahre
Geschlecht: weiblich / kastriert
Verträglichkeit: Einzeltier
Haltung: Wohnung mit Balkon oder Freigang
Gesundheit: gechippt, neg. Test FiV/Leukose
Schutzgebühr: 150 Euro

Diese süße Zuckerschnute tauchte auf einmal auf einer Terrasse auf und blieb. Ohne Chip (sie war auch nicht kastriert) ließ sich trotz Suche kein Besitzer finden. Und da sie leider nicht dort bleiben konnte übernahmen wir sie.

Ihre Pflegemama (hat selber 2 Katzen) ist ganz traurig denn es stellte sich heraus, das die Madame auf weitere Artgenossen gut verzichten kann. Der Mensch ist ihr viel wichtiger, den liebt sie, kuschelt viel, und schläft auch sehr gerne mit im Bett.

Man kann sie auch schon mal zum spielen animieren aber nicht so lange. Sie ist sehr neugierig, ne ganz Liebe, hat aber noch Flausen im Kopf. Sie klaut einem auch gerne mal die Wurst vom Brot und schiebt Wassernäpfe durch die Bude. Sie stellt halt immer etwas an, mit der Maus kann man was erleben!! 🙂 Auch wenn sie ein BKH Mix zu sein scheint.

Da sie auch schon mal ganz Katze sein kann, sollten evtl. vorhandene Kinder etwas älter.
Freigang in wirklich ruhiger Wohngegend wäre schön,  und sicher auch zu bevorzugen, kann man diesen nicht bieten dann muss zumindest ein großer abgesicherter Balkon vorhanden sein und die Dosenöffner dürfen nicht ganztägig außer Haus sein! Die 2te Impfung folgt demnächst.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Heinrichs unter cerstin.heinrichs(ät)katzenschutzbund-koeln.de

Pärchen Samba und Syndra

10. Februar 2019

Alter: ca. 1 Jahre
Geschlecht: weiblich / männlich kastriert
Verträglichkeit: Zweittier = gemeinsam
Haltung: Wohnung mit Balkon
Gesundheit: geimpft, gechippt, neg. FiV/FelV getestet
Schutzgebühr: 120 Euro pro Katze

*RESERVIERT*Diese beiden hübschen und pflegeleichten Katzenteens sind sehr menschenbezogen, total verschmust, neugierig, verspielt und für Anfänger und Kinder geeignet.
Und gerade, weil sie so lieb und zutraulich sind möchten wir sie nicht in den Freigang vermitteln. Sie sollen sich aber auf einem abgesicherten Balkon den Wind um die Nase wehen lassen.

Eine große Wohnung wäre für ihren Bewegunsgdrang schon besser, denn sie bringen, wie alle Jungspunde, viel Leben in die Bude.

Wir haben sie von einem befreundeten Verein übernommen und sie kommen aus Spanien.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Heinrichs unter cerstin.heinrichs(ät)katzenschutzbund-koeln.de

Amy und Nala

4. Februar 2019

Alter: * Mai 2018
Geschlecht: weiblich / kastriert
Verträglichkeit: Zweittier/gemeinsam
Haltung: Freigang oder Wohnung mit Balkon
Gesundheit: gechippt, geimpft, neg FiV/FelV getestet
Schutzgebühr: 120 Euro pro Tier

 

Man sieht den beiden Mädels an, das sie noch sehr skeptisch sind was die Spezies Mensch angeht. Hier muss noch etwas mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden bis sie verstehen, das der Mensch gar nicht so doof ist….

Die Pflegestelle bemüht sich sehr aber es dauert halt alles seine Zeit wenn Katzen zu spät in menschliche Obhut kommen. Wer den beiden eine Chance, Zeit, Liebe und Geduld gibt die sie brauchen werden, der bekommt sicher 2 ganz tolle Weggefährtinnen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Heinrichs unter 02203/591 561 (Abends oder AB) oder cerstin.heinrichs(ät)katzenschutzbund-koeln.de

blinder Pico

4. Februar 2019

Alter: ca. 6 Jahre
Geschlecht: männlich / kastriert
Verträglichkeit: Zweittier
Haltung: Wohnung mit abgesichertem Balkon
Gesundheit: gechippt, neg. Test FiV/Leukose
Schutzgebühr: 120 Euro

Auch diesen hübschen kleinen Schatz haben wir von einem befreundeten Verein übernommen. Er war kränklich als er kam und hatte nach und nach viele Baustellen. Diese sind aber alle behoben, bis auf die Blindheit aber damit kommt er sehr gut zurecht! Woher die Blindheit stammt können wir nicht sagen.

Pico ist nicht nur sehr menschenbezogen sondern auch mit Hund und Katz verträglich wenn sie nicht zu aufdringlich sind und sucht jetzt ein endgültiges Zuhause in einer ruhigen Familie die einen abgesichertem Balkon anbieten kann. Artgenossen können und sollten vorhanden sein. Er möchte nicht ohne tierische Gesellschaft leben.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Frau Heinrichs unter 02203/591 561 (Abends oder AB) oder cerstin.heinrichs(ät)katzenschutzbund-koeln.de

Tobi

3. Februar 2019

Alter: ca. 1 Jahr (vom Tierarzt geschätzt)
Geschlecht: männlich, kastriert
Verträglichkeit: Zweittier, evtl. Einzelvermittlung möglich
Haltung: eher Freigang, evtl. große Wohnung mit gesichertem Balkon
Gesundheit: entwurmt, entfloht, gechippt, negativ getestet (FIV/FeLV), 1xgeimpft (Schnupfen/Seuche)
Schutzgebühr: 120 euro

*RESERVIERT*

Tobi wurde im Rahmen einer Kastrations-Aktion auf einem großen Firmengelände eingefangen. Dort geboren wurde er nicht, denn Tobi ist ein zahmer Kater. Leider war er, wie es viel zu oft vorkommt, weder kastriert noch gekennzeichnet. Ein Besitzer konnte so nicht gefunden werden.

Er ist ein neugieriger kleiner Kerl, der vorwitzig seine Nase in alles steckt, was er noch nicht kennt.
Dem Menschen gegenüber ist er aufgeschlossen und freundlich, mag es aber nicht, wenn er festgehalten wird. Dann zappelt er so lange, bis er los gelassen wird. Streicheln findet er dagegen aber toll. Und spielen natürlich auch.

Wir vermuten, dass er Artgenossen kennt, aber wahrscheinlich einige Zeit als Einzeltier leben musste.
Denn mit den Artgenossen klappt es derzeit noch nicht ganz so reibungslos. Kater sieht er nicht als Kumpel, sondern mehr als Konkurrenten. Leider hat andere Pflegekater dort eine ähnliche Haltung, Best-Buddies werden die beiden da wohl nicht werden.

Den Mädels auf der Pflegestelle gegenüber benimmt sich Tobi, auch wenn er noch keine richtigen Freundschaften geschlossen hat.
Tobi ist jedoch ein cleveres Kerlchen und wird bestimmt bald feststellen, dass gemeinsam Spielen viel schöner ist, als alleine zu sein. Es läuft jedenfalls mit jedem Tag ein bisschen besser. Wir sind da optimistisch.

Eine Vermittlung in Wohnungshaltung kommt derzeit nur in Frage, wenn dort auch (möglichst weibliche) Artgenossen auf ihn warten.
Kann ihm sein neues Zuhause Freigang in einer sicheren Wohngegend bieten, wäre auch eine Vermittlung als Einzeltier denkbar.

Die zweite Impfung erfolgt in der 2. Februar-Hälfte.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter 0176/21439546 (AB) oder doris.portz (at) katzenschutzbund-koeln.de (bitte eine Rückrufnummer mit angeben)

Gremlin: Katzenversteher mit großem Herzen gesucht

2. Februar 2019

Alter: ca. 4 Jahr (vom Tierarzt geschätzt)
Geschlecht: weiblich, kastriert
Verträglichkeit: Zweittier, evtl. Einzeltier
Haltung: Wohnung mit gesichertem Balkon oder gesichertem Freigang
Gesundheit: entwurmt, entfloht, gechippt, negativ getestet (FIV/FeLV), geimpft (Schnupfen/Seuche/Leukose), chronische Darmerkrankung, Angst-Aggression
Schutzgebühr: nach Vereinbarung

Einen unserer Schützlinge mit einem Text vorzustellen, das ist nicht immer einfach.
Manchmal ist es sogar schwer, die richtigen Worte zu finden, wie jetzt bei Gremlin.

Als sie zu uns kam, ging es ihr sehr schlecht. Körperlich, aber auch seelisch zutiefst verletzt, waren die ersten Wochen ein einziger Kampf um Gremlin’s Leben. Aus den Wochen wurden mittlerweile viele Monate und aus einem aggressiven Häuflein Fell mit Zähnen und Klauen, wurde wieder eine ansehnliche Katze.

Aber es ist eine Katze, die Narben zurückbehalten hat. Wir wissen nicht, was sie erlebt haben muss, um so zu werden, wie sie ist. Aber sie vertraut den Menschen erst, wenn sie überzeugt ist, dass ihr nichts Böses droht, was auch schon mal ein paar Wochen dauern kann. Bis dahin ist das Leben mit ihr alles Andere als einfach, denn sie ist eine Katze, die bei Angst im Angriff die beste Verteidigung sucht. Da braucht es sehr viel Erfahrung, kritische Situationen zu vermeiden oder zu entschärfen.
Ist die Vertrauensbasis gelegt, ja dann kann Gremlin auch eine fast “normale Katze” sein, die gerne bei ihrem Menschen ist.

Nicht genug, dass ihre “Verhaltensauffälligkeiten” es sehr schwer machen werden, den richtigen Menschen für sie zu finden, hat Gremlin leider auch noch ein körperliches Handicap.
Gremlin kann ihren Kot-Absatz nicht immer kontrollieren. Sie benutzt ihr Katzenklo, möchte dort ihr “Geschäft” machen,…aber nicht immer kommt dann das, was eigentlich kommen sollte. Ein anderes Mal verliert sie einfach Küttelchen, ohne dass sie es zu steuern vermag.
Dies hat sich zwar schon sehr gebessert, aber eine endgültige Heilung gibt es laut unserer Tierärzte nicht.

Gremlin benötigt hochwertiges Futter, sowie das ein oder andere Mal Milchprodukte für die Verdauung.
Hier würde eine genaue Einweisung durch unsere Pflegestelle erfolgen.

Gremlin ist sowohl mit anderen sozialen Katzen, wie auch Katern verträglich. Ihre Mitsamtpfoten sollten dabei sehr selbstbewusst sein.
Liebe, sanfte Katzen haben es bei Gremlin sehr schwer. Dies ist jetzt auch der Grund, warum ihre Pflegemama sie nun doch nicht wie zuerst geplant, selbst adoptieren kann. Denn leider ist die eigene Katze der Pflegemama genau das: lieb und sanft 🙁 Es passt auf Dauer leider nicht.

Ihre Pflegemama hat so um Gremlins Leben gekämpft, so viel mit ihr gearbeitet, so viel Zeit und Herzblut in ihre Gesundung gesteckt, damit sie wieder ein zufriedenes Leben führen kann, und nun das! Wer macht nun da weiter, wo unsere Pflegestelle nun leider aufhören muss?

Wo gibt es den Katzenfreund, der sich zutraut, Gremlin ein Zuhause zu geben? Wer hat die Erfahrung, dieser Katze einen Weg in ein entspanntes Leben zu zeigen? Um es klar zu sagen, Gremlin ist keine einfache Katze. Wir suchen für Gremlin jemanden mit viel Erfahrung im Umgang mit schwierigen bzw. traumatisierten Tieren, denn Gremlin ist nun einmal genau das.

Jemand sagte, als ich anfing, zu schreiben “das ist wie ein 6er im Lotto, da jemanden zu finden”
Vielleicht ist es das. Aber warum soll Gremlin nicht auch “einen 6er im Lotto” abbekommen?
Wir wünschen es uns so sehr für sie

Wenn Sie glauben, dass Sie der Mensch sind, auf den Gremlin nun wartet, melden Sie sich bitte unter 0176/21439546 (AB) oder doris.portz (at) katzenschutzbund-koeln.de (bitte eine Rückrufnummer mit angeben)

Katzenmädchen Crazy

1. Februar 2019

Alter: ca. 1-2 Jahre (vom Tierarzt geschätzt)
Geschlecht: weiblich, kastriert
Verträglichkeit: Zweittier
Haltung: Wohnung mit gesichertem Balkon, evtl. Freigang
Gesundheit: entwurmt, entfloht, gechippt, negativ getestet (FIV/FeLV), geimpft (Schnupfen/Seuche)
Schutzgebühr: 120 euro

Tierschutz funktioniert dann besonders gut, wenn viele Menschen mitmachen. So wie jetzt bei einer großen Fangaktion an der Autobahn auf einer Raststätte.
Menschen haben hingesehen und uns informiert, Freiwillige (bestehend aus “alten Hasen” und “Frischlingen”) bilden Fangteams, machen viele, viele Nachtschichten und fangen, fangen, fangen.
Mittlerweile bereits mehr als 10 Tiere konnten so vor dem fast sicheren Tod durch Überfahren gerettet werden.
Und jetzt sind unsere Pflegestellen dabei, diese teils draußen geborenen Tiere zu braven Stubentigern zu machen. (wer noch helfen will, kann sich gerne melden 🙂 )

Auch Crazy stammt von der Autobahn. Sie ist, wie fast alle dort, eine sehr soziale Fellnase, die sich gut in eine bestehende Katzengruppe einfügt. Auch wenn sie “wild geboren” wurde, kennt sie Menschen schon ihr ganzes Leben lang. Denn die Tiere haben auf dem Parkplatz der Raststätte nach Futter gebettelt… und die Menschen haben ihr Essen mit ihnen geteilt.
Dies hilft ihr jetzt sehr, sich an uns Menschen zu gewöhnen und uns als neue Partner anzunehmen.

Derzeit ist Crazy noch ein wenig scheu. Aber sie liegt schon gerne mit auf der Couch, schnurrt und freut sich über die Spielstunden, die sie gerne mit den anderen Fellnasen zusammen verbringt. Vorlieben hat sie dabei keine. Sie spielt mit Katzen und Katern gleichermaßen.

Einen Drang nach draußen lässt Crazy bisher nicht erkennen. Auch sie scheint die warme und sichere Wohnung zu genießen und dem Leben dort draußen vorzuziehen.
Ihre neue Dosenöffner sollten bereits Katzenerfahrung mitbringen und natürlich Geduld und Einfühlungsvermögen haben, um Crazy auf ihrem weiteren Weg zur Kuschelkatze zu unterstützen.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter 0176/21439546 (AB) oder doris.portz (at) katzenschutzbund-koeln.de (bitte eine Rückrufnummer mit angeben)