Zuhause auf Zeit:
Hilf Katzen in Not
Du kannst Katzen helfen – auch ohne ein dauerhaftes Zuhause für einen Vierbeiner. Viele unserer Schützlinge brauchen nur vorübergehend ein geschütztes Plätzchen
Wir können nicht alle Katzen dieser Welt retten, aber die ganze Welt jedes der geretteten Tiere.
Pflegestelle auf Zeit –
Betreuung bis zur Vermittlung
Du kümmerst dich vorübergehend bis wir ein endgültiges Zuhause gefunden haben. Wir statten dich mit benötigter Ausstattung aus (Box, Klo, Speilzeug), zahlen die medizinische Versorgung – und stehen dir mit Rat und Tat zur Seite.
Ideal für dich, wenn du:
- etwas Zeit und die räumlichen Möglichkeiten hast
- zuverlässig, seriös und verantwortungsbewusst bist
- ausreichend Geduld für erhöhte Bedürfnisse hast
Was du noch wissen solltest
Manche unserer Pflegekatzen sind sogenannte „Notfelle“ – sie benötigen mehr Zuwendung als eine Katze, die seit Jahren in ihrem gewohnten Zuhause lebt. Sie sind vielleicht krank, scheu oder haben schwierige Erfahrungen hinter sich. Gerade deshalb brauchen sie Menschen mit Herz und Geduld, die ihnen auf Zeit ein sicheres Umfeld geben.
Manche Katze kommt nicht alleine sondern hat noch ein paar Überaschungen mit im Gepäck. Auch für diese Tiere werden Plätze benötigt.
Pflegestelle zu sein ist eine tolle Aufgabe, die in der Regel einem Katzenaffinen Menschen sehr viel Spaß macht. Aber, wir möchten es nicht verschweigen – sie macht auch Arbeit, Dreck und manchmal gar keinen Spaß. Auch traurig kann sie sein wenn ein Tier krank ist/wird und verstirbt. Aber, das Wissen geholfen zu haben ist sehr befriedigend!
Es bedeutet auch, irgendwann Abschied zu nehmen. Vielen fällt es schwer, ein Tier wieder abzugeben, das bei ihnen zur Ruhe kommen durfte. Aber genau das ist gelebter Tierschutz: Platz schaffen, damit ein weiteres Tier in Not aufgenommen werden kann.
Sollte die Liebe aber doch so groß sein und alle Voraussetzungen stimmen, kann ein Tier natürlich auch bleiben.
Ein bisschen Erfahrung mit Katzen ist hilfreich – aber kein Muss. Jeder fängt einmal klein an. Wir begleiten dich Schritt für Schritt und lassen dich nicht allein.
Wir freuen uns wenn du die Kosten für Streu und Futter selber tragen kannst, unterstützen aber natürlich, sollte dies nicht möglich sein.
Ein Auto wäre auch von Vorteil um die nötigen Tierarztbesuche selber erledigen zu können. Aber auch hier findet sich eine Lösung falls kein Auto vorhanden ist.
Bitte bedenke, dass wir alle ehrenamtlich tätig sind und aufgrund der Menge an Tieren nicht jeden Tag nach den Befindlichkeiten fragen können. Bei Fragen oder Problemen, bitte immer die Ansprechpartnerin kontaktieren. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.
Katzen nach Kastration aufnehmen – für 3 bis 5 Tage
Nach einer Kastration brauchen viele Katzen ein ruhiges Plätzchen zur Erholung. Du stellst dafür einen sicheren Ort zur Verfügung. Die Katzen sind meist noch schläfrig und brauchen kaum Betreuung.
Ideal für dich, wenn du:
- nur kurzfristig helfen kannst
- einen ruhigen Raum hast
- eine Katze nicht dauerhaft aufnehmen möchtest
Was du noch wissen solltest
Die frisch kastrierten Katzen werden für ein paar Tage in einem Käfig untergebracht in dem Platz für ein kleines Katzenklo, eine Decke und Futter ist. Dort können sie sich in Ruhe von der OP erholen. Sie benötigen keine Unterhaltung oder Bespaßung, nur Ruhe und Futter.
Die Beobachtungszeit beträgt etwa 5 Tage für Katzen und 1-3 Tage für Kater. In dieser Zeit achtest du darauf, ob sie die OP gut überstanden haben, ob sie fressen und die Nähte in Ordnung sind. Meist werden die Tiere anschließend wieder an ihrer vertrauten Futterstelle freigelassen.
Nur in seltenen Fällen – meist bei jungen, besonders zugänglichen Katzen – kann es sein, dass sie auf eine unserer Pflegestellen wechseln und später vermittelt werden.
Freigänger aufnehmen –
Lebensraum für wilde Katzen
Einige Katzen lassen sich nicht zähmen – aber sie brauchen trotzdem unsere Hilfe. Wenn du einen geschützten Ort im Freien hast, kannst du solchen Tieren ein sicheres Zuhause schenken. Die Katzen sind alle gesund sowie kastriert. Du erhältst von uns den Unterstand sowie Futter nach Bedarf.
Ideal für dich, wenn du:
- draußen Platz hast
- regelmäßig füttern kannst
- eine langfristige Verantwortung übernehmen möchtest
Was ist Auswilderung – und wie funktioniert das?
Nicht alle Katzen, die wir aufnehmen, lassen sich an den Menschen gewöhnen. Manche haben in der freien Natur gelebt, sind verwilderte Hauskatzen oder wurden dort geboren. Sie wollen keinen Kontakt zu Menschen – selbst mit viel Geduld nicht. Diese Tiere brauchen dennoch Schutz, Versorgung und einen sicheren Lebensraum.
Diese Tiere stammen z. B. aus dem großen Streunerkolonien in der Stadt. Sie können nicht zurück an ihren Fundort (z. B. wegen Abriss, Gefahr, Baustellen) und brauchen daher ein dauerhaftes Zuhause in Freiheit – bei Menschen, die ihnen mit Respekt begegnen.
„Auswilderung“ bedeutet, dass solche Katzen nach einer Übergangszeit an einem neuen Ort leben dürfen – mit Futter, Rückzugsort und medizinischer Versorgung, aber ohne Zwang zum Menschenkontakt.
Vor der Auswilderung werden die Tiere: (1) eingefangen und medizinisch versorgt, (2) kastriert, gechipt und ggf. getestet, (3) in einer Pflegestelle beobachtet, um einzuschätzen, ob sie vermittelbar sind.
Zeigt sich, dass ein Leben in engem Kontakt nicht infrage kommt, suchen wir eine passende Auswilderungsstelle – also einen sicheren Platz mit Betreuung und Versorgung.
Was du noch wissen solltest
Auswilderungsplätze sind ideal für Katzen, die nicht zahm werden wollen, aber trotzdem Schutz und Versorgung brauchen. Solche Plätze sind selten – darum freuen wir uns über jedes Angebot.
Wichtig ist vor allem, dass die Umgebung ruhig und ländlich liegt, möglichst ohne direkte Nähe zu stark befahrenen Straßen. Es braucht außerdem einen geschützten Raum zur Eingewöhnung, etwa eine Pferdebox oder eine Scheune mit Fenster, in der die Tiere vier bis sechs Wochen bleiben können. So gewöhnen sie sich an die neue Umgebung und lernen, dass sie dort zuverlässig Futter bekommen.
Ein geeigneter Auswilderungsplatz bietet zudem Schutz vor Wetterextremen: Im Winter darf es nicht zu kalt, im Sommer nicht zu heiß sein. Wichtig ist auch die tägliche Versorgung mit Futter und Wasser – am besten zur gleichen Zeit, damit die Tiere Vertrauen fassen können. Menschen, die mit einem wachsamen Blick Veränderungen im Verhalten oder gesundheitliche Probleme erkennen, sind dabei besonders wertvoll.
Und noch etwas: Auch scheue Katzen brauchen Gesellschaft. Deshalb vermitteln wir Auswilderungskatzen mindestens immer im Doppelpack.
Wenn nötig, können wir ein stabiles Außengehege zur Verfügung stellen, das in der Eingewöhnungszeit zum Einsatz kommt.
Aktuelle Pflegekatzen
Auf unserer Übersichtsseite findest du alle Katzen, die im Moment eine Pflege- oder Auswilderungsstelle suchen. Schau vorbei und lerne die Tiere kennen, die gerade besonders deine Unterstützung brauchen.
Mit deiner Unterstützung gibst du ihnen die Chance, sich zu erholen, Vertrauen zu fassen und den nächsten Schritt Richtung neues Leben zu gehen.
Mehr Informationen und häufig gestellte Fragen
Wenn du die Pflege einer Katze auf Zeit übernehmen willst, findest du hier wichtige Informationen vorab – zum besseren Verständnis und zur Orientierung:
Diese Dokumente dienen ausschließlich zur Information. Wenn du Interesse hast, klären wir alle offenen Fragen persönlich mit dir – und begleiten dich bei jedem Schritt.
Muss ich Futter, Streu, Arztkosten usw. selbst bezahlen?
Bei Pflegestellen übernehmen wir die Tierarztkosten grundsätzlich. Dafür haben wir Tierärzte die mit uns zusammenarbeiten.
Falls Futter und Streu nicht selber finanziert werden können übernehmen wir auch diese Kosten oder übergeben Sachmittel.
Bei der dauerhaften Aufnahme von Streunerkatzen freuen wir uns wenn Futter- und Tierarztkosten vom neuen Dosenöffner getragen werden können. Ist dies nicht möglich wird sich eine Lösung finden.
Was ist, wenn ich später weitere Unterstützung brauche?
Du bist nie allein als Pflegestelle. Du bekommst von uns eine feste Ansprechperson vom Verein, die dir mit Rat und Tat zur Seite steht.
Gerade wenn dein Pflegetier krank, scheu oder besonders ist, besprechen wir gemeinsam die nächsten Schritte und begleiten dich so eng, wie du es brauchst.
Muss ich ein Auto besitzen?
Ein Auto ist hilfreich für Tierarztbesuche, aber keine Voraussetzung. Wenn du keins hast, finden wir gemeinsam eine Lösung.
Wie lange bleibt eine Pflegekatze bei mir?
Das ist ganz unterschiedlich – manche Tiere werden nach wenigen Wochen vermittelt, andere bleiben mehrere Monate.
Es kommt z. B. darauf an, wie schnell sich das passende Zuhause findet, ob das Tier krank oder sehr scheu ist oder ob besondere Anforderungen bestehen.
Wir bemühen uns in jedem Fall um eine zeitnahe Vermittlung und stehen in engem Austausch mit dir.
Wie läuft die Vermittlung meiner Pflegekatze ab?
Bei der Betreuung von Katzen bis zur Vermittlung, musst du dich nicht um die Vermittlung kümmern. Deine Ansprechperson kümmert sich vollständig darum.
Falls sich ein dauerhaftes Zuhause für deine Pflegekatze findet, meldet sich deine Ansprechperson bei dir. Deine Pflegekatze wird dann von uns oder von dir in ihr neues Zuhause gebracht – immer mit Vertrag und persönlicher Übergabe.
Wenn ich die Kosten selbst trage, erhalte ich eine Spendenbescheinigung?
Bei der Aufnahme von Pflegetieren kann für die Kosten von Futter und Streu eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.