Ernährung

Auch wir wissen, dass das Thema Fütterung diskussionsträchtig ist. Die Erkenntnisse zu unseren Haustieren und zur Ernährung haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. War es früher fast schon egal, was Katzen zu futtern bekamen, gibt es heute immer mehr Futter, das auch auf die Bedürfnisse der Katze eingeht. Dieser Beitrag enthält unsere Hinweise und Erfahrungen, die wir Ihnen als (baldige) Katzenbesitzer gerne als Anregung mitgeben möchten.

Katzen sind reine Fleischesser und nehmen ihre benötigte Flüssigkeit hauptsächlich über das Futter auf. Katzen, die ausschließlich mit Trockenfutter gefüttert werden, nehmen zwar vermeintlich mehr Flüssigkeit über separate Wasserquellen auf, aber für unsere Tiger ist es sehr schwierig, den Flüssigkeitsverlust wieder aufzuholen. Legen Sie einmal ein paar Trockenfutterbrocken in ein Glas Wasser und schauen Sie, wie sehr es Wasser aufnimmt (statt abgibt). Zudem enthält Trockenfutter oftmals Zucker und Getreide und wir beobachten regelmäßig, dass Katzen mit Trockenfutterfütterung auch gerne deutlich pummeliger sind. Besonders Nierenerkrankungen und Diabetes sind bei Katzen häufig vertreten, daher ist es ratsam, hochwertiges Nassfutter zu füttern. Trockenfutterhäppchen eignen sich hingegen gut für Intelligenz- und Bewegungsspiele mit der Katze.

Nassfutter ist ein wichtiger Beitrag zum Wasserhaushalt der Katze. Hierbei gibt es minderwertiges, mittelwertiges genauso wie hochwertiges Nassfutter. Entscheidend ist dabei die Zusammensetzung und die Deklaration auf der Dose. Ein hoher Anteil an Muskelfleisch (> 70%) ist dabei immer von Vorteil, genauso wie der Verzicht von Getreide und Zucker. Reis, Kartoffeln usw. brauchen als Ballaststoffquelle nur in geringem Umfang im Futter zu sein. Die Angabe „4% Huhn“ hingegen ist recht sparsam und sagt uns nicht wirklich, was denn nun konkret in der Dose steckt. Je transparenter die Inhaltsstoffe aufgezeigt werden, desto besser – ein Blick auf die Zusammensetzung und ein Vergleich lohnt sich.

Daneben gibt es noch die Rohfleischfütterung, das sogenannte „barfen“ (biologisches artgerechtes rohes Futter). Hier gibt es verschiedene Ansätze, wobei jedoch stets und genau auf eine korrekte Versorgung von Nährstoffen geachtet werden muss. Es erfordert also ein gewisses Maß an Wissen, das angeeignet werden muss. Die Fütterung von rohem Fleisch alleine ist nicht ausreichend.

Zur Zahnreinigung eignen sich auch zucker- und getreidefreie Leckerchen oder ein Stück Rohfleisch (nie vom Schwein), woran sie ihre Zähnchen sauberrubbeln.

Ernährungsumstellung

Viele Katzen sind seit Jahren auf ein bestimmtes Futter geprägt und akzeptieren ohne Weiteres keine Veränderung. Mit viel Geduld und Tricks lassen sich sehr viele Katzen aber noch umstimmen. Am Anfang wird meist ein kleines bisschen des neuen Futters unter das bekannte Futter gemischt. So kann Tag für Tag ein klein bisschen mehr des neuen Futters eingeschlichen werden.
Es ist hart, aber die Mühe kann sich lohnen: Das Ergebnis, dass die Katze dadurch gesünder lebt, ist es auf jeden Fall wert. Auch kann eine Futterumstellung aufgrund Spezialfutter oder Änderungen des bekannten Futters erforderlich werden. Wir empfehlen, mehrere Sorten/Hersteller im Wechsel zu verfüttern, dann sind Sie nicht an eine bestimmte Sorte/Hersteller gebunden.

Trinken

Unabhängig von der Fütterung sollte der Zugang zu frischem Wasser stets gewährleistet sein. Katzen trinken und fressen in der Natur an unterschiedlichen Plätzen, daher sollte dies auch bei Wohnungstigern so gehandhabt werden. Mehrere Wasserquellen an unterschiedlichen Plätzen sind einladender, auch ein Trinkbrunnen mit fließendem Wasser kann Katzen zum Trinken animieren.