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Bobby Blue und (Baby) Lu

20. Juni 2021

Alter: geboren in ca. 08/2020
Geschlecht: männlich + weiblich
Verträglichkeit: nur gemeinsam (keine Ausnahme)
Haltung: Wohnung mit gesichertem Balkon (keine Ausnahme)
Gesundheit: kastriert, tätowiert, gechippt, geimpft (Schnupfen/Seuche), FIV/FeLV negativ
Schutzgebühr: 140 Euro je Tier

Die zwei Teenie-Geschwister kamen im Februar zu ihrer Pflegestelle. Sie machten am ersten Abend einen sehr ruhigen Eindruck, aber wie es so schön heißt, ist der erste Eindruck oftmals völlig falsch. Die zwei entpuppten sich ganz schnell als neugierige und aufgeweckte Halunken, die ganz schön Leben in die Bude bringen.

Der hübsch geschminkte Bobby Blue, benannt nach den blauen Farbresten vom Tätowieren an seinem weißen Bein, warf sich direkt beim ersten Erkunden der Wohnung mit voller Inbrunst auf ein kleines Spielkissen und hörte gar nicht mehr auf zu spielen. Mittlerweile ist der weiß-getigerte Kater natürlich von den Farbresten befreit 😀 Die kleine gestromte Lu mit ihrem süßen Babyface und ihrem erschrocken-neugierigen Blick war eher zurückhaltender. Bei ihr dauerte es ein paar Tage und einige Stunden distanziertes Beobachten, bis sie sich ins Katzenangel-Spiel mit einbrachte.

Spielen, spielen, spielen, so könnte der ganze Tag aussehen. Und Futtern. Da fängt Bobby auch mal an zu Miauen, sobald irgendwo etwas zu essen in Sicht ist. Lu steht öfter und gerne auf dem Teller, wenn man mal für eine Sekunde abgelenkt ist. Da wird auch alles eingeatmet, ob Wurst, Kartoffeln, Toast, alles ist lecker. Man sieht sie auch ab und zu mit einer riesen Scheibe Käse im Mund davonlaufen… übrig bleibt dann das nackte Brot für den Dosenöffner. Das ist auf der einen Seite schon sehr lustig anzusehen, auf der anderen ist es wichtig, dass im neuen Heim darauf geachtet wird, dass nichts (für Katzen) giftiges stibitzt wird.

In den vier Monaten auf der Pflegestelle sind die beiden sehr gut aufgetaut und richtige Schmusemonster geworden, die sich mittlerweile sogar allein zu den Pflegemenschen trauen, wenn sie ruhig auf der Couch oder im Bett liegen, um ihre Schmuseportion abzuholen. Bobby schleicht sich dann gerne ganz heimlich an. Trotzdem sind beide noch sehr schreckhaft: Läuft man etwas zu schnell vorbei oder steht man auf, dann nehmen sie noch im Affekt Reißaus. Auch bei Besuch kann es vorkommen, dass man vor allem die kleine Lu stundenlang auch mal überhaupt nicht sieht.
Die beiden brauchen also eine Umgebung, die nicht zu hektisch und zu laut ist und ausgedehnte Spielstunden. Gerade im Spiel machen die beiden große Fortschritte. Man kommt auch nicht drum herum, denn sie fordern es ein. Lu fängt bei Langeweile auch mal an, mit den Haaren vom Menschen zu spielen oder kneift einen leicht in den Arm. Sie spielt auch öfter noch mit Krallen, das muss sie noch lernen. Bobby, der auch gerne mal eher geduckt durch die Gegend läuft, taut dann richtig schnell auf und zeigt was er kann. Da springt und er fliegt er durch die Luft wie kein anderer.

Bobby und Lu haben ein schönes geschwisterliches Verhältnis. Am Anfang hat Bobby sehr auf seine Schwester aufgepasst und sie ist ihm überall hin gefolgt. Gerne hat sie sich auch hinter ihm versteckt in noch ungewohnten Situationen. Das hat sich aber mit der Zeit geändert, denn Bobby ist mittlerweile im normalen Alltag auf der Pflegestelle der schüchterne, während Lu meistens ganz vorne mit dabei ist. Die beiden liegen sehr gerne beieinander und dann wird auch mal ausgiebig der andere geputzt oder Bobby erzählt Lu lautstark von seinem Leben. Deswegen möchten wir, dass die beiden auch zusammen vermittelt werden.

Die zwei sind so liebenswert, dass die Pflegemenschen sie gerne selbst behalten hätten, da sie sich ganz wunderbar auch mit den anderen Katzen verstehen und einfach zwei ganz großartige Charakter sind. Leider gibt es dort zu wenig Hände zum Spielen und Streicheln, um den Ansprüchen der beiden gerecht zu werden. Daher suchen wir ein wunderbares neues zu Hause für die beiden, am besten mit Freigang, da beide wirklich viel Bewegung brauchen. Gerade bei Bobby merkt man, dass er sehr gerne viel läuft.

P.S.: Vielleicht ist es auch besser, wenn die neuen Menschen keine großen Blumenfreunde sind. Die zwei sind stubenrein, aber Lu verrichtet ihr kleines Geschäft auch gerne mal in Blumentöpfen – ihre Herkunft aus einem Schrebergarten können sie also nicht leugnen 😀

Kinder und Hunde kennen sie nicht, aufgrund ihres Hintergrundes denken wir, dass kleine Kinder sie zu sehr verschrecken werden. Die beiden wünschen sich ein Zuhause mit einem ordentlich gegen Kletterstürze abgesicherten Balkon. In Freigang vermitteln wir sie nur in eine wirklich verkehrsruhige Gegend ohne große Straßen in direkter Umgebung (mit langer Eingewöhnungszeit). Bitte beachten Sie, dass wir die beiden nur gemeinsam als Pärchen vermitteln. Wir werden die beiden nicht trennen, das wäre nicht im Sinne der Katzen.

Die zwei sind kastriert, tätowiert, gechippt, negativ auf FIV und FeLV getestet und gegen Katzenschnupfen/-seuche geimpft.

Wenn Sie Interesse an Bobby und Lu haben, melden Sie sich bitte mit einem Kurzeinblick über das neue, mögliche Zuhause über diesen Fragebogen bei Natalie Stypa (für allgemeine Rückfragen: natalie.stypa(at)katzenschutzbund-koeln.de).