×

Tigger hungert…

13. Juni 2010

2. September 2010

Wir mussten Tigger gehen lassen. Es ging nicht mehr. Seine Nierenwerte sind immer weiter abgefallen und Tigger hat ganz fürchterlich abgebaut. Man hat es ihm auch angemerkt, dass er abgeschlossen hat. Und so hat ihn seine Pflegemama gehen lassen, denn wir wollten nie, dass er leidet. Wir haben so sehr gekämpft, doch das war für das kleine Körperchen einfach zuviel…

Tigger, wir weinen um Dich!

31. August 2010

Nachdem Tigger sich mit seiner Situation eigentlich ganz gut arrangiert hat, macht er uns in letzter Zeit wieder große Sorgen. Leider hat er stark abgebaut. Es fing damit an, dass wir nun noch eine Nierenerkrankung bei ihm festgestellt haben. Er bekommt nun Nierenfutter, was für ihn extra pürriert wird. Bei den Checks wurde auch festgestellt, dass diverse Werte nicht in Ordnung sind. Und nun hat Tigger seit Vorgestern das Essen eingestellt. Wir haben zur Zeit wirklich Angst um ihn… Es könnte sein, dass sein Körper das alles bald nicht mehr verkraftet…

30. Juni 2010

Wir suchen dringend für Tigger eine Pflegestelle. Tigger bekommt mehrmals täglich kleine Portionen Flüssignahrung. Etwas anderes darf Tigger nicht zu sich nehmen, da er sich ansonsten umgehend erbrechen muss. Leider sieht Tigger das ganz anders und stibizt „richtiges“ Futter wo er nur kann. Momentan befindet er sich auf einer Pflegestelle mit sehr vielen Katzen, auf der es schier unmöglich ist, Tigger dauerhaft von dem Futter fernzuhalten. Irgendwo liegt immer noch ein Körnchen Trockenfutter. Daher wäre es für Tigger das Beste, wenn er auf eine Pflegestelle umziehen könnte, wo er entweder alleine oder mit nur wenigen Katzen untergebracht ist und die Futtertrennung somit einfacher wäre. Auch dürfte die Person, die Tigger aufnimmt nicht den ganzen Tag außer Haus sein, da er seine kleinen Futterportionen über den ganzen Tag verteilt bekommen muss. Freigang ist natürlich absolut ausgeschlossen.

Wir wissen, dass die Chancen sehr gering sind, eine geeignete Stelle zu finden. Dennoch wollen wir die Hoffnung nicht aufgeben. Tigger ist so ein liebenswertes Kerlchen und auch wenn seine Zukunft ungewiss ist, wollen wir ihm die Zeit, die er noch hat, so angenehm wie möglich bereiten.

Wenn Sie Tigger einen Pflegeplatz geben möchten, dann melden Sie sich bei Frau Bensberg unter: 02234/996484

15. Juni 2010

Der kleine Tigger hat in seinem erst einjährigen Leben schon eine Menge mitmachen müssen. Er war zusammen mit seiner Schwester gut in ein neues Zuhause vermittelt und wurde dort krank. Es fing ganz harmlos an mit Blähungen und vereinzeltem Übergeben. Die Familie ging mit ihm zum örtlichen Tierarzt und er wurde gegen Magenverstimmung und Würmer behandelt. Als das nicht half und das Brechen sich verstärkte, wurde er auf Allergenfutter gesetzt und bekam Mittel für den Magen. Auch das half nicht. Der Brechreiz verstärkte sich und jede Mahlzeit kam schneller wieder heraus, als Tigger sie zu sich nehmen konnte. Blutuntersuchung und Röntgenbild zeigten keinen Befund.
Völlig ratlos und am Ende der Kräfte gab die Familie Tigger wieder an uns zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon viel an Gewicht verloren (er wog nur noch 2 Kilo) und war für seine 10 Monate viel zu klein und zu schmächtig. Wir stellten das Katerchen unserem Tierarzt vor, aber auch hier herrschte zunächst große Ratlosigkeit. Ohne weitergehende Untersuchungen war offensichtlich keine vernünftige Diagnose zu bekommen. Zunächst musste er jedoch etwas hochgepäppelt werden.
Tigger wurde auf Flüssignahrung umgestellt und erhielt hochkalorische Paste. Das funktionierte auch einigermaßen, die Flüssignahrung blieb drin. Als wir ihn auf 3 Kilo hochgepäppelt hatten, wurde eine größere Untersuchung durch unseren Tierarzt angesetzt. Zunächst sollte eine Endoskopie des Magens durchgeführt werden. Dabei stellte der Tierarzt fest, dass die Speiseröhre viel zu eng war. Da er mit dem Endoskop nicht durchkam, entschloss er sich mit unserer Einwilligung, den Bauch zu öffnen und sich die Situation von außen anzuschauen. Er musste feststellen, dass die Speiseröhre kurz vor dem Mageneingang durch eine feste Gewebeansammlung umschlossen und zusammengedrückt wurde. Das Futter konnte durch die Engstelle nicht in den Magen gelangen, sondern blieb einfach stecken! Da das Gewebe von Speiseröhre und Mageneingang sehr sensibel und empfindlich ist, traute der Arzt sich keine weiteren Untersuchungen zu, sondern ließ es erst einmal dabei bewenden.

Nun war guter Rat teuer. Nachdem die Versorgung mit Flüssignahrung einige Zeit gut funktioniert hatte, fing Tigger an, auch diese zu erbrechen. Er verlor wieder an Gewicht – irgendetwas musste geschehen.

Als Pia wieder zu einer Nachuntersuchung in die Utrechter Tierklinik musste, entschlossen wir uns, Tigger bei dieser Gelegenheit ebenfalls dort vorzustellen. Zum zweiten Mal in seinem kurzen Leben wurde sein Bauch aufgeschnitten. Die Tierärzte in Utrecht schauten sich das Gewebe und die Verwucherungen genauer an und entnahmen eine Biopsie. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen wurde verschoben, bis das Ergebnis der Biopsie vorlag.

Nun war Warten angesagt. In der Zwischenzeit päppelten wir Tigger so gut, wie es nur ging. Er bekam alle 2 Stunden ein wenig Flüssignahrung. Leider hatte er durch die 2 Bauchoperationen wieder an Gewicht verloren und wies nur noch 2,4 Kilo auf.

Das Ergebnis aus Urecht war niederschmetternd. Tigger leidet an einer genetisch bedingten Erbkrankheit, die nur männliche Tiere betrifft. Dabei haben die Muskelzellen einen Defekt, der sie unkontrolliert wachsen lässt. Diese Krankheit ist superselten und tritt bei Tieren noch weniger auf als bei Menschen (es ist tatsächlich nur eine Handvoll Fälle bei Tieren bekannt). Bei Tigger ist der Muskel im Magenbereich betroffen, der durch den Gendefekt unkontrolliert gewuchert ist und nun den Magen praktisch von der Speiseröhre abschneidet. Zurzeit ist nur eine äußerst enge Öffnung vorhanden, durch die die Flüssignahrung in den Magen gelangen kann.

Im Moment wissen wir noch nicht, wie es mit Tigger weitergeht. Er bekommt weiterhin mehrmals täglich kleine Mengen Flüssignahrung und wir möchten zunächst sein Gewicht wieder erhöhen. Irgendwann werden wir entscheiden müssen, ob wir ihn einer erneuten Operation unterziehen, in der die Tierärzte in Utrecht versuchen werden, den Muskel aufzuschneiden und die Öffnung um die Speiseröhre operativ zu erweitern. Doch dies ist eine schwierige und gefährliche Operation, die auch schief gehen kann. Daher legen wir den Fokus im Moment auf die Gewichtszunahme und beobachten Tiggers Zustand. Sollte der Muskel jedoch noch weiter wachsen und die Speiseröhre sich weiter verengen, wird Tigger gar keine Nahrung mehr zu sich nehmen können und schließlich verhungern. Als Alternative zu der OP bleibt dann nur noch die Euthanasie – und wer das übermütige, lebhafte, liebenswerte Tierchen, dass trotz seiner Krankheit und der Operationen vor Leben nur so sprüht, einmal persönlich kennen gelernt hat wird verstehen, dass wir alles daran setzen, sein Leben möglichst lange zu erhalten.

Es wäre schön, wenn wir dabei Ihre Unterstützung hätten und Sie uns helfen, die bereits durchgeführten und auch die möglicherweise noch kommende Operation zu finanzieren. Die Spezialklinik ist teuer und die Rechnungen reißen ein tiefes Loch in unsere Vereinskasse.

Tigger dankt es Ihnen!

Unser Spendenkonto:
Kölner Bank eG, BLZ: 371 600 87, Konto-Nr.: 55 44 61 000