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Napoleon

16. Dezember 2011

hat eine neue Wirkungsstätte in einem großen Haus mit Wintergarten gefunden.

 

Hallo Frau Portz,

ich bin’s Napoleon. Ich wollte Ihnen erzählen, was ich in den letzten Wochen alles in meinem neuen Zuhause erlebt habe. Zunächst mal: Mir geht es super! In den ersten Tagen hatte ich in meiner neuen Bleibe viel zu erkunden. Ich habe vier zweibeinige Mitbewohner, mit denen ich mich nach und nach angefreundet habe. Anfangs war ich noch ein wenig schüchtern, aber mittlerweile fühle ich mich als fester Bestandteil der Familie. Am liebsten halte ich mich im Wintergarten auf und träume davon, wie meine Nachbarskatzen draußen herum toben zu dürfen. Ich glaube aber, gehört zu haben, dass ich nächste Woche nach meiner letzten Impfung auch mal ins Freie darf. Solange habe ich aber immer jemanden, mit dem ich meine Zeit verbringen kann.
Gerne halte ich mich morgens und nachts in den Betten meiner Mitbewohner auf. Anfangs wurde das nicht gern gesehen, aber mittlerweile können sie mir kaum noch einen Wunsch abschlagen.
Leider stört mich nur eins an meinem neuen Zuhause: Ich darf nicht unbeaufsichtigt in die Küche! Es könnte ja sein, dass ich mich selbst bediene.
An meinen neuen Kratzbaum habe ich mich durch Leckerlis schnell gewöhnen können. Das Kratzen dort ist eine sichere Methode, um an einen Extra-Happen zu kommen. Ich hoffe, meine Mitbewohner kommen nicht hinter diesen Trick.
In einer Hinsicht bin ich immer noch sehr verwöhnt: Ich trinke ausschließlich frisches Wasser aus der Leitung und verschmähe Wasser aus dem Napf. Darum mache ich mich vor der Badezimmertür immer bemerkbar, damit mir jemand den Zugang zum Wasser ermöglicht. In dieser Sache habe ich alle gut erzogen.
Zwischen meinen Schlafphasen beschäftige ich mich immer noch gern mit Angelspielen. Außerdem macht mich das Rascheln des Krepppapiers ziemlich wild. Einmal habe ich mein Frauchen beim Spielen ganz schön hinter’s Licht geführt: Während sie mich in meinem Versteck glaubte und mich mit der Angel aus selbigem herauszulocken versuchte, war ich längst in der Küche und suchte nach einer kleinen Leckerei. Das war wirklich lustig!
Wie Sie sehen, habe ich hier viel Spaß und liebe Menschen, die sich um mich kümmern. Ich habe sie in den letzten Wochen sehr ins Herz geschlossen und ich glaube, sie lieben mich auch. J Deswegen habe ich mich entschieden, für immer hier zu bleiben.
Ich melde mich bald nochmal, sofern es meine Zeit zwischen Schlafen, Spielen und Kuscheln zulässt!

Liebe Grüße,
Napoleon