×

Roberto

10. Oktober 2010

Hallo Frau Bensberg,

wollte Ihnen  von Senior Roberto schreiben.

Also: erstmal saß der Gute ganz still im Transportkörbchen im Flur, da habe ich ihm zwischendurch die Bäckchen gekrault, was ihm sehr gut gefällt. Der Futternapf lockt ihn fast aus dem Korb, aber sicherheitshalber bleibt er doch lieber drin und verzichtet lieber, aber es gibt dann „Körbchenservice“ und der Kater kann erstmal futtern.
Nach ein paar Stunden ist er ins Schlafzimmer verschwunden, wahrscheinlich weil da so schön dunkel war und man sich unter dem Bett gut verstecken kann. ( Praktisch, daß da so ein Teppich unter dem Bett liegt! Als hätte es jemand extra für den Kater dahingelegt.) Das Schlafzimmer ist also ein sicherer Ort, den man besser nicht wieder verläßt, doof daß das Katzenklo im Bad steht, na ja, da gibt es ja ein großes Bett mit weicher Auflage.
Da habe ich im Übrigen gemerkt, daß das Tier nicht mehr im Körbchen sitzt, denn eine üble Gestankeswolke traf mich im Wohnzimmer. Tja, da hat der Roberto ganze Arbeit geleistet! Mitten auf´s Bett, das war wohl sein Statement zu der ganzen Aufregung und Autofahren und überhaupt!

Aber das ist alles nicht so schlimm, die neue Tante hat brav das Katzenklo ins Schlafzimmer gestellt und nachts hat Roberto noch etwas das Zimmer erkundet, da konnte ich ihm das mit dem Katzenklo nochmal zeigen und erklären.
So ging dann die erste Nacht vorüber, ich auf, der Kater unterm Bett. Da ist er auch erstmal noch geblieben, aber das Frühstück wurde in der Küche serviert und der Napf roch soooo lecker, daß der Kater ganz tapfer in die Küche kommt und alles samt Nachschlag ratzeputz verdrückt.

Da hat er sich dann auch umgeguckt und war so aufmerksam, daß ich mit ihm zusammen das Katzenklo wieder ins Bad stelle und er kommt auch brav zum Klo gelaufen und guckt sich das an. Er reagiert überhaupt sehr gut auf Ansprache. Geht sogar mit mir ins Wohnzimmer.
Dann lasse ich ihn mittags mal ein paar Stunden allein, denn wir brauchen ja Futter und Kratzbaum und Leckerlis und Spielzeug.
Als ich dann zurückkomme sitzt der Kater zwar unterm Bett, aber er hat brav das Katzenklo im Bad ( mit Deckel!) benutzt.
Nach dem Abendessen kommt der Kater tatsächlich ins Wohnzimmer und hupft auf´s Sofa und guckt mit mir Fernsehen, das ist schön.
Bin nur so blöd und gebe ihm etwas Augensalbe aufs Triefeauge, das nimmt er übel, also er setzt sich dann aufs andere Sofa und genießt die Kuscheldecke und die entspannte Stimmung, später kommt er aber wieder an meine Seite und schläft ganz entspannt.

Es sieht also ganz nach friedlicher Koexistenz aus! Klar sitzt er noch viel unterm Bett, aber ich finde er ist ein ganz verständiges und liebes Tier und ich bin ganz optimistisch.

Mit freundlichen Grüßen

Christa B.