Pflege deiner Katze – so bleibt sie gesund und fühlt sich wohl
Regelmäßige Pflege hilft deiner Katze, gesund zu bleiben – und stärkt gleichzeitig eure Bindung. Viele Katzen erledigen einen Großteil der Pflege selbst, doch bei einigen Bereichen brauchen sie deine Unterstützung. Hier erfährst du, worauf du wirklich achten musst.
Fellpflege – je nach Felltyp unterschiedlich wichtig
Kurzhaarkatzen brauchen meist nur während des Fellwechsels Unterstützung. Mit einer Bürste, einem Kamm oder einem Pflegehandschuh entfernst du lose Haare, bevor deine Katze sie verschluckt.
„Pflege kann ein ruhiges Ritual sein – sie stärkt Vertrauen, Nähe und eure gemeinsame Bindung.“
Langhaarkatzen hingegen sollten regelmäßig gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt oder verknotet. Starker Filz kann schmerzhaft sein und die Haut darunter reizen. Bitte niemals Filzstellen selbst herausschneiden – Verletzungsgefahr! In solchen Fällen hilft der Tierarzt weiter.
Tipp: Regelmäßiges Bürsten reduziert Haarballen – besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst.
Katzen brauchen in der Regel kein Bad. Nur wenn es wirklich nötig ist, kannst du ein mildes, parfümfreies Shampoo verwenden. Danach gut mit einem Handtuch trocknen und niemals föhnen – das führt bei den meisten Katzen zu Panik.
Achtung: Auch Haut und Fell hängen eng mit der Gesundheit zusammen. Wenn du kahle Stellen, Schuppen oder starkes Kratzen bemerkst, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären.
Augenpflege – nur bei Bedarf notwendig
Die meisten Katzen brauchen keine regelmäßige Augenpflege. Nur bei Rassen mit flacher Nase, wie Perserkatzen, sollten die Augen täglich mit einem weichen, feuchten Tuch gereinigt werden. Dabei immer von außen nach innen wischen.
Bei weißen Katzen können Tränenflüssigkeit dunkle Spuren hinterlassen. Dein Tierarzt kann dir geeignete Pflegeprodukte empfehlen.
Achtung: Tränende, geschwollene oder verklebte Augen sind immer ein Fall für den Tierarzt.
Pfoten & Krallen – natürliche Pflege unterstützen
Viele Katzen halten ihre Krallen selbst in Ordnung – draußen an Baumstämmen, drinnen am Kratzbaum. Kratzt deine Katze regelmäßig, bleiben die Krallen kurz und gesund.
„Das Entfernen der Krallen aus kosmetischen Gründen ist in Deutschland verboten und gilt als Tierquälerei!“
Nur wenn die Krallen zu lang werden oder sich einrollen, sollte der Tierarzt sie kürzen.
Tipp: Kontrolliere im Winter die Pfoten von Freigängern und spüle sie bei Bedarf mit lauwarmem Wasser ab – Streusalz kann die Ballen reizen oder austrocknen.
Ohrenpflege – vorsichtig reinigen
Die äußere Ohrmuschel kannst du einmal pro Woche mit einem weichen Tuch abwischen.
„Keine Wattestäbchen verwenden! Damit kann man das Innenohr leicht verletzen.“
Wenn du dunkle Krümel im Ohr findest oder deine Katze sich häufig kratzt, können Ohrmilben oder eine Entzündung die Ursache sein. Das muss tierärztlich behandelt werden.
Zahnpflege – wichtig für ein gesundes Katzenleben
Katzen können Zahnstein, Entzündungen oder schmerzhafte Zahnprobleme entwickeln.
Früher dachte man, Trockenfutter reinige die Zähne – das stimmt so nicht. Die meisten Katzen schlucken es schnell herunter, ohne wirklich zu kauen.
Besser ist:
- regelmäßige Zahnkontrolle beim Tierarzt
- spezielle Zahnpflege-Gele oder enzymatische Produkte
- Zahnpflege-Leckerchen ohne Zucker
- Kauprodukte wie gefriergetrocknetes Fleisch
Achtung: Mundgeruch, vermehrtes Speicheln oder Fressunlust sind immer Warnsignale – lass das von einem Tierarzt abklären.
Checkliste
Pflege deiner Katze auf einen Blick
- Langhaarkatzen täglich, Kurzhaarkatzen nach Bedarf bürsten
- Filzstellen niemals selbst herausschneiden
- Keine Bäder – nur im echten Notfall
- Bei den meisten Katzen die Augen nur nach Bedarf vorsichtig reinigen
- Äußere Ohrmuscheln vorsichtig ohne Wattestäbchen säubern
- Krallen regelmäßig kontrollieren; bei Bedarf vom Tierarzt kürzen lassen
- Bei Kontakt mit Streusalz Pfoten mit lauwarmem Wasser abwischen
- Nach Bedarf Zahnpflege-Produkte verwenden (Gel, Leckerchen, Kauartikel)
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